Über uns
Consultery vereint Organisationsberatung und Unternehmensberatung – mit zwei erfahrenen Köpfen und einem Netzwerk von Spezialisten.
7 Branchen. 25 Jahre. Ein Prinzip: Hinsehen, wo andere aufgehört haben hinzuschauen.
Jedes Unternehmen hat blinde Flecken. Abläufe, die mal einen Grund hatten, aber längst keinen mehr. Strukturen, die das Kerngeschäft bremsen, obwohl sie es tragen sollten. Entscheidungen, die seit Monaten aufgeschoben werden, weil niemand weiss, wo anfangen. Systeme, die keiner mehr versteht, aber alle nutzen. Von innen sind diese Stellen unsichtbar. Nicht weil die Menschen, die dort arbeiten, sie nicht sehen könnten – sondern weil man das Etikett nicht lesen kann, wenn man in der Flasche sitzt. Es braucht jemanden, der nicht in der Flasche sitzt.
Nur Wahrheiten. Keine Wahrscheinlichkeiten.
Die meisten Projekte starten gleich: Jemand macht den grossen Sack auf. 150 Zeilen Projektplan, voller Wahrscheinlichkeiten. Dann beginnt man, diese Wahrscheinlichkeiten zu präzisieren – und dabei gehen immer Punkte vergessen. Immer.
Bei Stadtwerk Winterthur – wo ich als Produktmanager tätig war – leitete ich das Projekt «NeoGas»: den kompletten Umbau eines öffentlichen Versorgungsbetriebs. Netz und Energie wurden in eigenständige Einheiten getrennt – marktfähig gemacht, bevor es irgendjemand verlangte – und parallel dazu half ich im nationalen Branchenverband mit, den regulatorischen Rahmen dafür vorzubereiten. Erstes Meeting. Fünf Spezialisten aus fünf Abteilungen, ausgeschalteter Beamer. Sie erwarteten genau das: 150 Zeilen, Meilensteine, Deadlines.
Ich hatte keinen Plan. Nicht vergessen – bewusst nicht. Also habe ich gefragt: Was wissen Sie? Was wissen Sie nicht? Was brauchen Sie? Stille. Dann fingen sie an zu reden. Nicht über Vermutungen, sondern über das, was sie tatsächlich wussten.
Am Ende hingen sieben Kästchen an der Wand. Keine 150 Prozessschritte. Sieben klare Blöcke – nur das, was wir wirklich wussten. Jeder hat es verstanden. Niemand musste so tun, als hätte er Kontrolle über etwas, das noch nicht existierte.
Die 150 Zeilen sind trotzdem gekommen. Nur nicht von mir – von den Projektmitarbeitern. Und zwar genau dann, wenn eine Zeile auch wirklich definiert werden konnte.
Das Projekt dauerte fast fünf Jahre. Es beinhaltete eine Volksabstimmung über das neue Preissystem – ein Jahr allein dafür, bei rund 20 Millionen Franken Umsatz pro Jahr. Das Ergebnis: Das Preis- und Produktesystem, das wir damals gebaut haben, ist seit über zehn Jahren im Einsatz. Die Struktur trägt bis heute.
Wer mit Wahrheiten statt Wahrscheinlichkeiten baut, baut Dinge, die halten.
Wie ich arbeite.
Ich höre zu, stelle Fragen, und schaue mir an, wie Ihr Unternehmen wirklich funktioniert – nicht wie es auf dem Organigramm aussieht. Nach einer Stunde habe ich meist eine Vermutung, wo der Hebel liegt. Bis daraus etwas wird, das Sie verwenden können, braucht es mehr als eine Vermutung.
Danach sage ich Ihnen, was mir auffällt. Direkt, klar, ohne Verpackung.
Ich arbeite gern an dem, was andere vor sich herschieben. Organisatorische Knoten, die zu gross wirken. Systeme, die gewachsen sind, bis sie niemand mehr überblickt. Digitale Werkzeuge, bei denen unklar ist, ob sie helfen oder nur Komplexität hinzufügen.
Was sich ändert, wenn blinde Flecken sichtbar werden.
Ihre Mitarbeiter wissen nicht nur, was sie tun – sondern warum. Kleine Abweichungen ordnen sie selbst ein, ohne Rückfrage. Sie hören auf, jedem Prozessschritt nachzulaufen, weil die Prozesse sich selbst korrigieren – oder sich melden, wenn sie es nicht können. Die kleinen Arbeiten, die nie klar zugeordnet waren und immer jemanden brauchten, der hinterherläuft – erledigt oder weg.
Was bleibt: Klarheit. Der Kopf wird frei. Nicht leer – frei. Frei genug, um nach vorne zu schauen statt nach hinten abzusichern.
Und genau da wird es interessant. Weil klare Strukturen nicht nur entlasten – sie zeigen Wege, die vorher unsichtbar waren. Wachstum wird planbar, weil sichtbar wird, wo es hinpassen würde. Nicht als Hoffnung, sondern als Struktur.
Am Ende geht es fast immer darum, Dinge wieder einfacher zu machen. Einfach genug, dass sie funktionieren – ohne Sie.
Warum ich Muster sehe, die anderen entgehen.
Das liegt an meiner Legasthenie. Mein Gehirn verarbeitet Sprache anders – und als Nebeneffekt denkt es in Systemen statt in Reihenfolgen. Nimmt Dinge aus verschiedenen Zusammenhängen und legt sie übereinander, bis ein Muster entsteht – oder ein Widerspruch.
Dazu kommen 25 Jahre, in denen ich immer wieder bei Null angefangen habe. Sieben Branchen – von Siemens über Energiemarkt und Cybersecurity bis Healthcare. Jedes Mal neue Sprache, neue Selbstverständlichkeiten, neue Gewissheiten. Und jedes Mal treten nach einiger Zeit dieselben Muster hervor: Strukturen, die nicht mehr zur Realität passen.
Wer immer wieder von aussen reinkommt, lernt zu sehen, was von innen unsichtbar geworden ist. Das ist kein Trick. Das ist das Ergebnis von 25 Jahren Übung. Heute mit meinem eigenen Geld, meinem eigenen Namen und meiner eigenen GmbH auf der Rechnung.
Wenn Sie das Gefühl kennen, dass irgendwo ein Hebel liegt, den Sie nur nicht greifen können – dann lohnt sich ein Gespräch. Nicht um Sie zu überzeugen. Sondern um gemeinsam hinzuschauen.
Wer ich bin
Ich bin Betriebsökonom HSG mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen – und über 30 Jahren Erfahrung in verschiedensten Branchen und Führungspositionen. Meine Familie stammt aus dem Kanton Glarus, aufgewachsen bin ich in Südamerika. Heute lebe ich mit meiner Familie in Kilchberg (ZH).
Ich engagiere mich gerne für junge Menschen beim Berufseinstieg und bin Tutor an der HSG. In meiner Freizeit bin ich im Vorstand des Tennis Clubs Kilchberg. Zudem bin ich Stiftungsrat eines neurologischen Spitals in Cartagena, Kolumbien – eine Herzensangelegenheit, die mich mit meinen südamerikanischen Wurzeln verbindet.
Meine Geschichte
Als Auslandschweizer bin ich in Ecuador geboren und zweisprachig aufgewachsen: Deutsch (auch Schweizerdeutsch) und Spanisch. Mitte der 80er Jahre zog ich mit meiner Familie zurück in die Schweiz und wechselte ins schweizerische Schulsystem. Nach Abschluss der Matura Typ C studierte ich BWL an der Universität St. Gallen – mit Vertiefung in Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen und Marketing.
Meine Karriere begann bei Nestlé im internationalen Geschäfts-Controlling, wo ich als Auditor operative Prüfungen in der Schweiz, Deutschland und Polen durchführte. Danach wechselte ich in Marketing- und Vertriebspositionen bei Ringier, Philips und Sunrise. Das waren spannende Zeiten – die Verschiedenartigkeit der Branchen forderte von mir, mich immer wieder in neue Geschäftsmodelle einzuarbeiten. Auch konnte ich geschäftsbedingt Französisch und Englisch als verhandlungssichere Sprachen gewinnen.
Später durfte ich Geschäftsleitungsfunktionen übernehmen: Als COO der Waser Shop AG trug ich P&L-Verantwortung für das Filialgeschäft mit rund 100 Mitarbeitenden. Bei TEXAID leitete ich als COO die Schweizer Organisation mit 135 Mitarbeitern und war verantwortlich für das operative Geschäft, Produktion, Logistik und den Ausbau strategischer Partnerschaften. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, was es bedeutet, Verantwortung für Geschäftserfolg und Mitarbeiter zu tragen.
Seit 2015 bin ich selbstständig – erst als Geschäftsführer eines Executive-Search-Unternehmens, heute mit meiner eigenen Firma. Diese Jahre als Unternehmer haben mir ein tiefes Verständnis dafür gegeben, was KMU im Alltag wirklich brauchen.
Was ich mache
Ich berate Unternehmen bei strategischen und finanziellen Fragen – mit dem Blick eines Praktikers, der selbst Verantwortung getragen hat. Meine Schwerpunkte liegen in der Finanzplanung und Finanzierung, im Aufbau von Vertrieb und Marketing, in der Entwicklung von Netzwerken und Partnerschaften sowie in Personalfragen. Auch begleite ich Startups dabei, die richtigen Grundlagen zu legen.
Der Treibstoff in meiner Arbeit ist das Zusammenkommen von Erfahrung, echtem Interesse für den Kunden und sein Geschäft – und die Freude daran, gemeinsam Lösungen zu finden.
Kurz gesagt:
Ich bin Unternehmensberater mit Geschäftsleitungs-Erfahrung – HSG-Fundament, Praxis-Fokus und einem Netzwerk, das über Branchen und Grenzen hinausreicht.
Sie stehen vor einer strategischen oder finanziellen Entscheidung? Lassen Sie uns sprechen.
Wofür Consultery steht
"Konzentriere dich auf deine Leidenschaft – wir lösen alles andere."
Das ist unser Versprechen an unsere Kunden. Sie sollen tun, was sie lieben und können. Der Rest – Strukturen, Tools, Prozesse, die richtigen Leute finden – dafür sind wir da.
Wie wir arbeiten
Ihr Gespür. Unsere Perspektive.
Sie kennen Ihr Geschäft. Wir ergänzen es mit Analyse und Aussensicht – damit blinde Flecken sichtbar werden.
Struktur schafft Klarheit
Nicht aus Bürokratie – sondern weil klare Prozesse Zeit sparen und Entscheidungen erleichtern.
Offen statt Blackbox
Sie sehen, was wir tun – und warum. Zusammenarbeit auf Augenhöhe, nachvollziehbar und transparent.
Technologie mit Wirkung
KI setzen wir dort ein, wo sie echten Nutzen bringt – nicht weil sie gerade im Trend ist.
Wir kennen die richtigen Leute
Wir sind Generalisten mit einem Netzwerk von Spezialisten. Wenn Sie jemanden brauchen, den wir nicht sind, kennen wir in aller Regel die richtige Person. Handwerk, Recht, Treuhand, IT, Gesundheit – und vieles, an das man zuerst gar nicht denkt. Geprüft, empfohlen, zuverlässig.
Consultery GmbH
Gegründet
2021
Sitz
Zürich

